Das ist wohl der Gedanke, der momentan am häufigsten in meinem Gehirn rumschwirrt.
Klingt jetzt so, als wäre es wie letztes Jahr, doch es ist ganz anders, viel besser. Letztes Jahr war mir ALLES egal, war mir egal, ob ich Nudeln oder Reis aß (ich mag Reis nicht so, liebe aber Nudeln), ob es regnet, oder die Sonne scheint, egal was passierte, es war mir egal.
SO ist es jetzt nicht, aber ich denke mir immer häufiger: „Mir doch egal!“.
Beispiel gefällig?
Gut: Eine Freundin will sich etwas nähen, gut ich helfe ihr gerne, schließlich kann ich ja einigermaßen nähen. Wir kaufen Stoffe, fahren zu mir und sie fängt an. Genau – sie, nicht wir. Ich habe ihr genau erklärt, was sie wie machen soll und bin ihr auch gerne bereit zu helfen, aber ich bin nicht bereit ihr das Kleid zu nähen. Sie will das nicht? Mir doch egal, ich will ihr das Kleid nicht nähen.
Dann meint sie, sie kann jetzt dann ewig nicht mehr zu mir kommen, weil sie doch dahin muss und dahin. Das Zeug liegt solange bei mir rum. Okay, das ist mir nicht so egal, aber sonderlich aufregen tut es mich auch nicht.
Gestern fragte sie mich dann via ICQ, wann ich denn diese Woche Zeit hätte, ich meinte, es ist mir egal, bis auf Donnerstag. Sie meinte, sie müsse noch schauen wann sie Zeit hat, weil sie muss da noch was mit einer Versicherung klären und sie weiß nicht, wann sie da Lust zu hat. Ok.
Heute fragte mich dann eine Nachhilfeschülerin, wann ich Zeit hätte, ich antwortete ihr „Donnerstag nicht, sonst immer“. Wir vereinbarten für morgen, Mittwoch nachmittags, Nachhilfe zu machen, wieder via ICQ. Als sie dann wieder offline war, kam besagte Freundin online und meinte, sie kommt dann am Mittwochnachmittag vorbei. Als ich sie fragte, wen sie besuchen will, ich bin nicht da, meinte sie: „Aber gestern hast du doch gesagt, du hast jeden Tag Zeit, bis auf Donnerstag.“ Das ich ihr dann sagte, dass es gestern galt und heute anders aussieht und sie darauf hinwies, dass ich mir nicht meinen kompletten Terminkalender freihalte, nur weil sie eventuell da Zeit hat, aber nichtmal was angedeutet hat, ging ihr nicht so in den Kopf und war leicht beleidigt. Mir wars egal.
Genauso wie meine Mutter mir mitgeteilt hat, welchen Betrag ich ab Oktober regelmäßig auf meinem Konto zur Finanzierung meines Lebensunterhaltes auf meinem Konto finden werde, musste sie noch unbedingt anhängen, dass mein Bruder und ich ja soo teuer sind und „wir“ uns das nicht länger leisten können und und und. Ich antwortete ihr nur: „Als du das riesen Auto bestellt hast (Anmerkung: Dienstwagen), habe ich gesagt, ich will keine Beschwerden mehr hören, dass wir kein Geld haben.“ „Ja aber…“ „Entweder du hörst auf, oder ich lege auf.“ Meine Mutter ist seitdem eingeschnappt, aber DAS IST MIR EGAL!
Diese Liste könnte ich noch ewig weiterführen. Über nicht erfüllte Bitten, hauptsächlich den Haushalt und meine Brüder betreffend, über versprochene Dinge, die dann nicht eingehalten werden, bzw. überhaupt nie versprochen wurden, über Vorhaltungen, die ich mir immer wieder anhören darf, über missverstandene Dinge, über über über. Aber das will ich gar nicht. Denn es ist mir egal!
Und das ist gut so, würde ich mir das alles zu Herzen nehmen, würde ich nicht hier mit einem großen Glas Wasser sitzen, recht entspannt und diesen Blogeintrag tippen, sondern im Bett liegen und mir die Bettdecke über den Kopf ziehen…
Es haben sich einige Dinge geändert und das ist gut und wichtig so. Und es werden sich noch einige ändern.
Z.B. werde ich meine Studentenbude in der neuen Stadt NICHT mit lauter altem, hässlichen Zeug einrichten, dass mir gegeben wird, weils eh niemand mehr braucht, sondern mit Dingen, die schön sind und die es mir erleichtern, mich dort wohlzufühlen. Natürlich werde ich nicht alles neu kaufen-zumindest nicht sofort, das kann ich mir gar nicht leisten- aber ich habe mir jetzt z.B. von meinem Geburstagsgeld neue Bettwäsche und neue Handtücher gekauft. Weil ich das alte Zeug einfach nicht mehr sehen kann und es auch schon nicht mehr gut ist. Meine Mutter findet das bestimmt unnötig, aber mir ist das egal und ich erzähl ihrs auch nicht. Womit wir wieder am Anfang wären
Zunächst mal: Schön, dass es Ihnen offensichtlich besser geht!
Was ich nach wie vor nicht verstehe: Sie lassen sich auch Ihr zweites Studium komplett von Ihren Eltern finanzieren und wundern sich dann darüber, dass Ihre Mutter sich in Ihr Leben einmischt?
Ich kann es ehrlich gesagt gut verstehen, dass Ihre Mutter nicht einsehen will, warum in einer Studentenbude alles neu sein muss, wenn nicht Sie selbst das finanzieren, sondern es vom Geld Ihrer Eltern kaufen.
Ihre „Ist mir egal“-Stimmung ist sicher in vielen Bereichen gut und richtig, aber ihre Eltern nur als „Goldesel“ zu benutzen und ansonsten sollen sie gefälligst die Klappe halten und Sie Ihr Leben leben lassen – sorry, aber das finde ich ziemlich heftig!
Die neuen Dinge bezahle ich von meinem Geld. Nicht von dem Geld meiner Eltern, sondern von Geld, dass ich selber verdient und auch lange dafür gespart habe. Somit haben meine Eltern da kein Mitspracherecht, wie ich finde, denn mit meinem Geld kann ich immer noch machen, was ich will, wie ich finde. Natürlich könnten meine Eltern verlangen, dass ich mein eigenes, weniges, Geld zur Finanzierung meines Studiums verwende, dass tun sie aber nicht, weil sie meinem Bruder (der durchaus auch eigenes Geld besitzt) das Studium auch komplett finanzieren und somit es ungerecht wäre, wenn sie es bei mir nicht tun würden.
Abgesehen davon gehts mir nicht um: „alles neu“, sondern um wohlfühlen. Und das kann ich besser, wenn mein Zimmer mir gefällt. Und Bettwäsche, die seit 20 Jahren in Verwendung ist und mir erstens überhaupt nicht gefällt und zweitens auch schon total verwaschen ist, genauso wie uraltes, potthässliches Geschirr, dass bei jedem zu festen Anschauen schon zerbricht, weil es einfach schon gut 30-40 Jahre auf dem Buckel hat, und ich mich dann drüber ärgern muss und wieder einen neuen Teller von zu Hause holen muss, trägt alles nicht zu einer Wohlfühlatmosphäre bei. Es ist ja auch nicht so, das ich Unsummen ausgebe und sofort alles neu haben will, wie ich auch schon geschrieben habe. Sondern dass ich es – von meinem Geld – Schritt für Schritt so einrichte, dass es mir gefällt. Mit MEINEM Geld.
Ich sehe das ähnlich, es ist immer sehr nett gemeint, wenn man von Verwandten und Bekannten Dinge bekommt für die eigene Wohnung und den ersten Haushalt aber es sollte auch erlaubt sein diese Auszutauschen, wenn man sich das Geld dafür erarbeitet. Das Wohlfühlen in der eigenen Wohnung ist wichtig, denn wenn man sich nicht wohlfühlt und keine eigenen Sachen hat sondern nur gebrauchtes dann kann man nicht ordentlich entspannen. Ich habe mir auch nach und nach dinge geleistet ob kleinigkeiten für die Küche oder eben auch mal Bettwäsche die farblich ins Schlafzimmer passt und nicht schon seit Generationen in der Familie ist.
Mhm du (ich hoffe es ist in Ordnung? Wenn nicht bitte sagen!) kannst doch auch deine Sachen aus deinem „neuen“ Zimmer mitnehmen. Du verbringst doch mehr Zeit in der Studentenbude, und was von zu Hause dabei zu haben ist doch auch klasse….
Vielleicht ist das eine Idee?
Natürlich darfst du du sagen
Es ging mir in dem Beitrag nicht um Dinge, die ich schon besitze (die ich dann auch mitnehme), ich habe sehr viele Dinge aus meinem „alten“ Zimmer daheim mitgenommen, da ich sie hier brauche.
Es ging eher um die Dinge, die ich hier wie daheim brauche (z.B. Bettwäsche) oder Dinge, die ich nur hier brauche (z.B. Geschirr) und die ich deswegen neu kaufen bzw. mir schenken lassen habe.
Mittlerweile bin ich fertig eingezogen und habe nicht alles neu, war aber immerhin so konsequent nur ein ungeliebtes altes Ding (den Sandwichmaker) mitzunehmen – und selbst der bleibt nur solange, bis ich mir einen gescheiten neuen leisten kann.
Ich hab zwar einiges an eigenem Geld und viel Arbeit hier reingesteckt, aber es ist so richtig zum Wohlfühlen. Eine wichtige Voraussetzung